Einstreu

Kleintierstreu hat vielfältige Aufgaben 

Der Käfigboden wird primär mit Einstreu abgedeckt um die Ausscheidungen des Tiers aufzunehmen und so für Hygiene im Kleintierheim zu sorgen und Geruchsbelästigung zu vermeiden.

Daneben trägt die richtige Einstreu aber auch in erheblichem Maße zum Wohlbefinden Ihres kleinen Freundes bei, denn außer als Toilette dient die Einstreu auch zum Nestbau, zum Wühlen, Buddeln und Verstecken und wird auch nicht selten angeknabbert.
Nicht zuletzt kann die gewohnte Einstreu in der Transportbox das Tier auf dem Weg zum Tierarzt beruhigen.
Dementsprechend vielfältig sind auch die Anforderung an eine gute Einstreu:

Wichtige Eigenschaften der Kleintierstreu


Gute Einstreu zeichnet sich aus durch
  • Geringe Staubentwicklung: Je trockener die Einstreu ist, desto mehr staubt sie, was erstens zu Atemwegserkrankungen und Augenentzündungen führen kann und außerdem noch jede Menge Dreck um den Käfig herum macht.
  • Hohe Saugfähigkeit des Materials bedeutet, dass viel Urin, Speichel oder auch Spritzwasser aufgenommen werden kann und die Streu nicht so häufig gewechselt werden muss. Bei zu nassem Material besteht aber die Gefahr von Schimmelbildung, so dass ein regelmäßiger Austausch unerlässlich ist.
  • Hohe Geruchsbindung ist ebenfalls ein Qualitätsmerkmal einer guten Einstreu, allerdings sind zu stark parfumierte Materialien nicht zu empfehlen, da sie das Tier irritiern und zur Ausbildung von Allergien führen können.

Welche Art Kleintierstreu ist für mein Tier geeignet?

Einstreu für Kleintiere wird aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt, sollte aber immer frei von Schadstoffen sein.
Knabbert Ihr Kleintier gern an der Streu herum, wie es z.B. bei Kaninchen der Fall ist, sollte die Streu keine Verdauungsbeschwerden verursachen. Für Buddler wie Wühlmäuse sollte die Streu in einer ausreichend dicken Schicht ausgelegt sein, damit sie nach Herzenslust Gänge buddeln können. Das Wohlbefinden und die Gesundheit der tierischen Freunde sollte bei der Auswahl der Streu  oberste Priorität haben. Probieren Sie aus, mit welcher der verschiedenen Streu-Arten Ihr Tier sich am wohlsten fühlt:
  • Stroh-Streu: gibt es als grob gehäckseltes Stroh, unter dem sich Spielzeug verstecken lässt, oder als gepresstes Stroh. Es ist sehr saugfähig, staubarm und kann auch gerne unbedenklich geknabbert werden. Zum Bauen von Gängen ist es aber weniger geeignet.
  • Holzstreu: Die am weitesten verbreitete Streuart besteht aus Weichholzspänen aus Nadelhölzern. Deneben gibt es auch noch Holzwolle. Bedenken Sie aber, dass kleine Tiere wie Hamster durch evtl ausgedünstete ätherische Öle irritiert werden könnten.
  • Maisstreu: ein Granulat aus Maiskolbenspindeln hergestellt, das deutlich schwerer ist als normale Weichholz-Span- und Granulatprodukte. Eignet sich zum Buddeln und bleibt im Käfig und nicht an den Pfoten des Kleintieres hängen.
  • Baumwolleinstreu: ist staubfrei, saugstark, besonders weich und anschmiegsam, isoliert und bietet Kälteschutz

Entsorgung der Kleintierstreu

Kleintierstreu auf Pflanzenbasis wie Holz, Stroh oder Papier ist im Gegensatz zu mineralischer Katzenstreu biologisch abbaubar. In die Biotonne dürfen aber lediglich unverschmutzte Streureste. Die festen Bestandteile der Exkremente, Köttel und Urinklumpen, sollten Sie nicht über den Biomüll, sondern über die Restmülltonne entsorgen. Eine Streuschaufel hilft während der Käfigreinigung beim Aussieben des Kots.

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