Pilzbekämpfungsmittel

Ein Fungizid ist ein chemischer oder biologischer Wirkstoff, der Pilze oder ihre Sporen abtötet oder ihr Wachstum für die Zeit seiner Wirksamkeit verhindert. Fungizide werden in der Landwirtschaft und auch im Privatgarten eingesetzt, um Pilzkrankheiten wie z.B. Mehltau, Grauschimmel (Botrytis) oder Schorf im Nutzgarten oder auch Rostpilzinfektionen wie den Sternrußtau oder Blattfleckenkrankheiten an Zierpflanzen zu bekämpfen.

Verschiedene Wirkweisen der Fungizide

Vollsystemische Wirkstoffe gelangen durch die Kutikula, die äußere Wachsschicht, in die Pflanzenzellen und werden meistens sprossaufwärts in der ganzen Pflanze verteilt. So kann z.B. Mehltau auch nach Sichtbarwerden der Symptome noch bekämpft werden (eradikative Wirkung).

Nicht systemische Wirkstoffe gelangen nicht durch die Kutikula hindurch. Sie bilden eine Art Belag auf den Blättern, der die Keimung der Pilzsporen und das Wachstum des Keimschlauches verhindert. Man spricht hier von Protektiver Wirkung. Da der Wirkstoff durch Regen oder Gießwasser abgewaschen wird, müssen die Anwendungen oft wiederholt werden und auch nachwachsende Blätter erneut gespritzt werden.



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